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1. Treffen der Brookmerländer Unternehmer am 18.01.2011 Ein wenig spannend war es schon nach so
kurzfristiger Bekanntgabe des ersten Termins. Doch tatsächlich
erschienen zum ersten Treffen 5 Unternehmer aus dem Brookmerland, um
gemeinsam über den geschäftlichen Alltag zu reden und den
Grundstein für das neue Netzwerk zu setzen. |
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Strukturwandel in und um den ostfriesischen Raum Blicken wir optimistisch in die Zukunft? Müssen wir moderner werden, oder verlieren wir möglicherweise das, was der Urlauber, bzw. der aus den Ballungsgebieten hergezogene, gerade in Ostfriesland wiedergefunden hat? Gerade in den letzten Tagen und Wochen wurde viel darüber diskutiert, ob wir größere Einkaufszentren, wie den Südeingang in Norden, oder neue Zentren in Leer und Aurich brauchen. Da wurde von Modernisierung, Verdrängung des Einzelhandels durch Marktketten und neuen Möglichkeiten für den Einzelhandel, sich durch Produktnischen und Spezialisierung zu etablieren, geredet. Marktforscher und Strategen waren sich nicht einig, ob erst der Einzelhandel verdrängt und dann die Marktketten selbst konkurrierend sich zerfleischen, oder womöglich sich neue Chancen für die Regionen ergeben werden. Fest stand nur, dass die Kaufkraft nicht steigen wird, sondern sich nur auf Kosten anderer Regionen verlagert. Ein nicht endendes Wettrüsten wurde es genannt. Einer der Spezialisten begrüßte den Wandel sogar dahin, dass sich der Einzelhandel nun endlich aus der Gemütlichkeit seiner veralteten Strukturen herausbewegen müsste, da ja bekanntlich die Konkurrenz das Geschäft beleben würde. Zur Konkurrenz: Marktketten sind in der Regel darauf aus, mit möglichst wenig Aufwand ihre Umsätze zu optimieren, das heißt, günstig produzierte, in Mengen eingekaufte Wahre ohne lästigen Service, mit schlecht bezahlter Belegschaft an den Mann zu bringen. Mit einer psychologisch ausgefeilten Werbestrategie wird dem Verbraucher dann suggeriert, das er ja blöd wäre, bei der Konkurrenz zu viel zu bezahlen. Nebenbei haben die großen Ketten ein Werbebudget, von dem der angeblich verschlafene Einzelhändler nur träumen kann. Der könnte sich ja spezialisieren, in dem er den Service, und alles andere übernimmt, was dem Großanbieter zu teuer ist. Wie soll der Einzelhändler sich nun gegen diese Konkurrenz behaupten?. Vielleicht bleibt ihm ja am Ende die großartige Chance in einem der Märkte an der Kasse zu arbeiten, um seine über Jahre angeeigneten Fähigkeiten einzubringen. Sind es nun die modernen Einkaufszentren, die ausgebauten Autobahnanbindungen oder die wie im Beispiel Greetland angebotenen Wellnes-Freizeitangebote, welche die Urlauber aus den Ballungsgebieten seit je her, und weiter hin an die Nordsee ziehen? Was zum Beispiel gefällt dem, nach dem ursprünglichen Unverfälschten suchendem, Touristen noch an Greetsiel, wenn erst die Fischerboote abgewandert sind, und er genau das angeboten bekommt, was er auch zu Hause kriegen kann? Wird ihm dann vielleicht, im eingegrenzten, von Zäunen umgebenen Greetland eine mit Schauspielern bestückte Piratenshow angeboten, die er bei einem von der Fischfabrik produzierten Fischbrötchen genießen kann? Ich glaube, dass gerade das sich durchsetzen wird, was der Urlauber in den Ballungsgebieten verloren hat, und was wir hier in Ostfriesland gerade wegmodernisieren. Die ortstypischen Windmühlen baut Enercon, die vielen kleinen landwirtschaftlichen Höfe werden durch Hähnchenmastställe ersetzt, die herrlich gelben Rapsfelder weichen dem Energie bringenden Mais, und das Krabbenbrötchen wird mit fernöstlichen Scampis bestückt. Es lebe die Zukunft, wir haben es geschafft. Wie wäre es, aber wenn wir es schaffen würden, das Ursprüngliche mit dem modernen zu verbinden, wir anfangen würden uns zu vernetzen, zusammenzuarbeiten, Strategien entwickeln würden, den Urlaubern sowie den Einheimischen ein entspannteres Leben zu ermöglichen? Lasst uns am Lagerfeuer Feste feiern, den landwirtschaftlichen Höfen die Möglichkeit geben ihre eigen produzierten Produkte zu verkaufen, den Fischfang fördern und der kleinen Kneipe an der Ecke nicht das Leben schwer machen. Wenn der am Hafen seine Netze flickende Fischer wieder brummt, weil es seine eigentliche unverfälschte Art ist, wenn er sich fragt, warum er sich das alles noch antut - wenn wir die Möglichkeiten, die wir theoretisch hätten, uns die Gesetze, Bestimmungen und EU-Forderungen zu eigen zu machen, und wir das Ganze noch geschickt in Zusammenarbeit vermarkten könnten, dann wären wir in der modernen Zukunft angekommen. Utopie - ein Rückschritt und kindliches Wunschdenken - werden Sie sagen, und genau da stimme ich Ihnen zu, aber Utopie kommt ja von Utopia, bedeutet Zukunft und das genau streben wir doch an. Ralf Schittenhelm (Baumschule Leezdorf / Gartencenter Schittenhelm) |
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| andwarafos/kreativwerkstatt 2011 | ||||||||||||