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Regelmäßige Treffen der Brookmerländer Unternehmer im Leezder Kulturforum

Interessierte Brookmerländer Unternehmer treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Austausch in angenehmer Atmosphäre. Hier findet sich die Möglichkeit, ungezwungen bei Tee und Gebäck, über die Chancen der Vernetzung untereinander, im Brookmerland zu sprechen.

Hier dazu mehr
Termine - Wann und Wo

Die Treffen finden jeden

1. Dienstag und jeden 3. Mi. im Monat
im "Leezder Kultur-Forum"
Am Sandkasten 69
um 19.00 Uhr

in der Ortsmitte von Leezdorf gegenüber der Pizzeria statt.

 
Achtung: Erstes Treffen im März fällt aus!
 
Nächstes Treffen:
 Mi. 16. März 2011, 19.00 Uhr

Alle Brookmerländer Unternehmer sind herzlich eingeladen!

Eine Voranmeldung würde uns sehr freuen, ist jedoch nicht zwingend. Kontakt


Umkosten

In einem Obolus von 2.00€ pro Person (für das Leezder Kultur-Forum) sind Tee und Gebäck enthalten.
Weitere Getränke sind ebenfalls gegen Umkosten zu erwerben.

1. Treffen der Brookmerländer Unternehmer am 18.01.2011

Ein wenig spannend war es schon nach so kurzfristiger Bekanntgabe des ersten Termins. Doch tatsächlich erschienen zum ersten Treffen 5 Unternehmer aus dem Brookmerland, um gemeinsam über den geschäftlichen Alltag zu reden und den Grundstein für das neue Netzwerk zu setzen.
Nach kurzer Klärung der Beweggründe die Runde ins Leben zu rufen, wie etwa die ungezwungene Vernetzung zum Austausch von Erfahrungen im Geschäft, der Werbung und im Verhältnis zu den Kunden, stellte sich schnell heraus, dass der Gedanke der gemeinschaftlichen Vernetzung zwar Anklang fand, aber 2 von 5 Beteiligten keine Chance für die Umsetzung sahen, da die Erfahrungen der Zweifler negative Eindrücke aus der Vergangenheit hinterlassen haben.
Davon ließen sich letztendlich die übrigen Drei nicht entmutigen und es wurde zu guter Letzt in kleiner Runde entschieden, dass die Firmen: Gartencenter Schittenhelm, Bauunternehmung Johann Ubben und die andwarafos/kreativwerkstatt sowie Fotografien Portreen, zum nächsten Termin am 01.02. 2011 wieder dabei sind und trotz eventl. Terminprobleme gemeinsam bis zum Zeitpunkt einer gewachsenen Runde die Stellung halten und tüchtig die Werbetrommel rühren wollen.
Diese Runde ist zu der Überzeugung gelangt, dass der Austausch untereinander nur von Vorteil für alle Beteiligten sein kann, und machte darin auch gleich die ersten Erfahrungen durch kreative Ideen zu den einzelnen Problemen und Wünschen der Beteiligten.
Gute Gründe für alle Interessierten beim nächsten Termin vorbeizuschauen und beim Aufbau des neuen Netzes mitzuwirken.


Strukturwandel in und um den ostfriesischen Raum

Blicken wir optimistisch in die Zukunft? Müssen wir moderner werden, oder verlieren wir möglicherweise das, was der Urlauber, bzw. der aus den Ballungsgebieten hergezogene, gerade in Ostfriesland wiedergefunden hat?
Gerade in den letzten Tagen und Wochen wurde viel darüber diskutiert, ob wir größere Einkaufszentren, wie den Südeingang in Norden, oder neue Zentren in Leer und Aurich brauchen.
Da wurde von Modernisierung, Verdrängung des Einzelhandels durch Marktketten und neuen Möglichkeiten für den Einzelhandel, sich durch Produktnischen und Spezialisierung zu etablieren, geredet.
Marktforscher und Strategen waren sich nicht einig, ob erst der Einzelhandel verdrängt und dann die Marktketten selbst konkurrierend sich zerfleischen, oder womöglich sich neue Chancen für die Regionen ergeben werden.
Fest stand nur, dass die Kaufkraft nicht steigen wird, sondern sich nur auf Kosten anderer Regionen verlagert. Ein nicht endendes Wettrüsten wurde es genannt.
Einer der Spezialisten begrüßte den Wandel sogar dahin, dass sich der Einzelhandel nun endlich aus der Gemütlichkeit seiner veralteten Strukturen herausbewegen müsste, da ja bekanntlich die Konkurrenz das Geschäft beleben würde.

Zur Konkurrenz: Marktketten sind in der Regel darauf aus, mit möglichst wenig Aufwand ihre Umsätze zu optimieren, das heißt, günstig produzierte, in Mengen eingekaufte Wahre ohne lästigen Service, mit schlecht bezahlter Belegschaft an den Mann zu bringen.
Mit einer psychologisch ausgefeilten Werbestrategie wird dem Verbraucher dann suggeriert, das er ja blöd wäre, bei der Konkurrenz zu viel zu bezahlen. Nebenbei haben die großen Ketten ein Werbebudget, von dem der angeblich verschlafene Einzelhändler nur träumen kann.
Der könnte sich ja spezialisieren, in dem er den Service, und alles andere übernimmt, was dem Großanbieter zu teuer ist.
Wie soll der Einzelhändler sich nun gegen diese Konkurrenz behaupten?.
Vielleicht bleibt ihm ja am Ende die großartige Chance in einem der Märkte an der Kasse zu arbeiten, um seine über Jahre angeeigneten Fähigkeiten einzubringen.

Sind es nun die modernen Einkaufszentren, die ausgebauten Autobahnanbindungen oder die wie im Beispiel Greetland angebotenen Wellnes-Freizeitangebote, welche die Urlauber aus den Ballungsgebieten seit je her, und weiter hin an die Nordsee ziehen?
Was zum Beispiel gefällt dem, nach dem ursprünglichen Unverfälschten suchendem, Touristen noch an Greetsiel, wenn erst die Fischerboote abgewandert sind, und er genau das angeboten bekommt, was er auch zu Hause kriegen kann?
Wird ihm dann vielleicht, im eingegrenzten, von Zäunen umgebenen Greetland eine mit Schauspielern bestückte Piratenshow angeboten, die er bei einem von der Fischfabrik produzierten Fischbrötchen genießen kann?
Ich glaube, dass gerade das sich durchsetzen wird, was der Urlauber in den Ballungsgebieten verloren hat, und was wir hier in Ostfriesland gerade wegmodernisieren.
Die ortstypischen Windmühlen baut Enercon, die vielen kleinen landwirtschaftlichen Höfe werden durch Hähnchenmastställe ersetzt, die herrlich gelben Rapsfelder weichen dem Energie bringenden Mais, und das Krabbenbrötchen wird mit fernöstlichen Scampis bestückt.
Es lebe die Zukunft, wir haben es geschafft.

Wie wäre es, aber wenn wir es schaffen würden, das Ursprüngliche mit dem modernen zu verbinden, wir anfangen würden uns zu vernetzen, zusammenzuarbeiten, Strategien entwickeln würden, den Urlaubern sowie den Einheimischen ein entspannteres Leben zu ermöglichen?
Lasst uns am Lagerfeuer Feste feiern, den landwirtschaftlichen Höfen die Möglichkeit geben ihre eigen produzierten Produkte zu verkaufen, den Fischfang fördern und der kleinen Kneipe an der Ecke nicht das Leben schwer machen.
Wenn der am Hafen seine Netze flickende Fischer wieder brummt, weil es seine eigentliche unverfälschte Art ist, wenn er sich fragt, warum er sich das alles noch antut - wenn wir die Möglichkeiten, die wir theoretisch hätten, uns die Gesetze, Bestimmungen und EU-Forderungen zu eigen zu machen, und wir das Ganze noch geschickt in Zusammenarbeit vermarkten könnten, dann wären wir in der modernen Zukunft angekommen.
Utopie - ein Rückschritt und kindliches Wunschdenken - werden Sie sagen, und genau da stimme ich Ihnen zu, aber Utopie kommt ja von Utopia, bedeutet Zukunft und das genau streben wir doch an.

Ralf Schittenhelm
(Baumschule Leezdorf / Gartencenter Schittenhelm)

 
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andwarafos/kreativwerkstatt 2011